Vortrag: Vom Vorurteil zur Gewalt – Bericht

Zusammen mit der Evangelischen Bildung Kreis Schwäbisch Hall, der Volkshochschule Schwäbisch Hall und der Katholischen Erwachsenenbildung haben wir Haller OMAS GEGEN RECHTS Prof. Dr. Wolfgang Benz für einen Vortrag nach Schwäbisch Hall eingeladen.

Begrüßt wurden die Gäste vom evangelischen Schuldekan Simon Keefer, der den Referent für den heutigen Abend vorstellte.

Der Vorurteilsforscher erklärte den rund 40 Zuhörer:innen, dass Vorurteile tief in uns Menschen verwurzelt sind. Sie basieren auf Stereotypen, positiven wie negativen Zuschreibungen und Verallgemeinerungen auf jeweilige Bevölkerungsgruppen. Bei näherem Hinschauen erweisen sich diese Vorurteile oft als falsch. Nicht alle Iren haben rote Haare,

Auf die Frage wie wir mit Vorurteilen umgehen sollen, antwortete er, es sei bereits ein guter Anfang wenn wir uns dessen bewusst sind, dass jede:r von uns für Vorurteile anfällig sei. Bei der Frage wie er zu einem Verbot der AfD stehe, sagte er, dass er immer gegen ein Verbot von Parteien gewesen sei, ob es die KPD in den 60ern oder die NPD in den 2010ern war. Bei der angeblichen Alternative für Deutschland sehe er das anders. Er sei zunehmend besorgt. Eine Partei die sich nicht an demokratische Spielregeln hält, könne auch nicht inhaltlich gestellt werden, wie das manche fordern. Wenn hochbezahlte Mitarbeiter:innen vom Verfassungsschutz zu der Einschätzung kommen, dass es sich um eine gesichert rechtsextreme Partei handelt, dann müssen wir das Ernst nehmen. Eine Partrei die die demokratischen Institutionen derart verhöhnt, muss verboten werden.

Zur Person:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, geb 1941 in Ellwangen Jagst und aufgewachsen in Aalen studierte Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Politische Wissenschaften an den Universitäten von Frankfurt/Main, Kiel und München. Von 1990 bis 2011 leitete er das Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin. 2025 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für seinen unermüdlichen Einsatz für Demokratie, Menschenrechte, Freiheit und Toleranz.


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