In der Kolumne Seitenblick thematisiert Norbert Acker am 9. Mai im Haller Tagblatt die Idee des Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten, einer Unions-geführten Mindeheitsregierung. Weil, so verstehe ich es, die Arbeit mit der SPD zu anstrengend sei. Mit wem dann die Union Mehrheiten organisieren will um Vorhaben durchzusetzen sage er nicht, auch wenn nicht viele Parteien übrig bleiben.
„Unser“ Beauftragter gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben Dr. Michael Blume kommentiert auf Mastodon die jüngsten Wahlergebnisse in Großbritannien so: „Sowohl die Kommunalwahlergebnisse in Großbritannien wie auch die aktuellen Bundes-Umfragen in Deutschland belegen m.E. eines: Politische Rechtsmimesis halbiert nicht die fossilen Faschisten, sondern die demokratische Mitte. Wer die Menschenwürde zur Disposition stellt, vertieft Spaltungen und damit Ängste.“ und weiter „Rechtsmimesis funktioniert nicht, nie. Nicht in Deutschland, nicht in Großbritannien, Frankreich, USA, Südkorea, nirgendwo.“
Ich übersetze das für mich so: Wer die Politik von Rechtsextremen imitiert oder mit ihnen paktiert, verliert real Zustimmung zugunsten den Rechtsextremisten. Es wirkt fast wie ein Naturgesetz.
Ich glaube nicht, dass Herr von Stetten liest was ich schreibe, aber vielleicht interessiert ihn was sein Parteikollege Dr. Michael Blume (Politik- und Religionswissenschaftler) sagt oder die Parteinahe Konrad-Adenauer-Stiftung letzten Herbst herausgefunden hat.
Ich bleibe grimmig optimistisch.
Transparenzhinwes: Dieser Blogpost wurde auch als Leserbrief an das HT gesendet.
