Ein Hoch auf lästige Prüfer:innen

Es ist ein gefährlicher Trend den unser Bundeskanzler Friedrich Merz losgetreten hat, als er forderte, wir müssen länger und härter arbeiten. Seitdem überbieten sich Personen in einflussreichen Positionen mit kruden Vorschlägen. Die jüngste Sau die durch das Dorf getrieben wird ist, die maßlose Forderung vom Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einzuschränken. Ja, die Krankheitstage sind in den letzten Jahren nach der Pandemie gestiegen, aber doch nicht weil Arbeitnehmer:innen blau machen. Schlechte Arbeitsbedingungen machen krank. Diese Formel ist so einfach wie zutreffend. Auch Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas machte Schlagzeilen als sie mitteilte, dass sie 123000 betriebliche Sicherheitsbeauftragte abschaffen will.

Wer andere Menschen für sich arbeiten lässt, muss dafür Sorge tragen, dass die Arbeit nicht krank macht. Das ist kein FürsorgeKann sondern eine gesetzlich vorgeschriebene FürsorgePflicht. Immer dann, wenn von Bürokratieabbau die Rede ist, ist der Abbau von Arbeitsschutzkonzepten gemeint.

In meinem Beruf als Pflegefachkraft sehe ich heute die Folgen von mangelhaftem Arbeitsschutz von gestern. Ob es verblitzte Augen sind, Staublungen oder Krebserkrankungen. Die Rechnung der Einsparung durch mangelhaften Arbeitsschutz tragen die abhängig Beschäftigten.

Darum: Ein Hoch auf strenge Sicherheitsvorschriften, ein Hoch auf verbindliche Standards, ein Hoch auf lästige Prüfer:innen, ein Hoch auf Nix Durchgehen lassen, ein Hoch auf engmaschige Kontrollen und Strafen.


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